Sonntag, 19. Juli 2015

Maria Arantxa "Puppet" Sanchez

Puppet heißt eigentlich Maria Arantxa Sanchez und wurde 2049 in den West Brox von New York City geboren. Während die Konzerne sich auf das Stadtzentrum konzentrierten und dort Ordnung, Wohlstand und Kontrolle durchsetzten verkamen die Stadtteile Brox, Queens und Brooklyn mehr und mehr. Der Vater Liam Brester verließ die Familie als Maria elf Jahre alt war. Die Mutter versuchte mit die Geschwister Michael, Nicolas und Maria mit zeitweise drei Jobs, als Kellnerin, Tankstellenbedienung und Putzfrau durch zu bringen. Der Fortgang des Vaters destabilisierte die Familie so, dass Nicolas und Maria sich auf der Suche nach Anschluss den örtlichen Gangs zuwandten. Während Nicolas sich in der Schmugglerszene zwischen UCAS und den Conföderierten Amerikanischen Staaten (CAS) einlebte suchte Maria die Ablenkung in Bars, Spielhallen und Discotheken.

Schnell geriet sie mit den ortsansässigen Gangs in Kontakt und wurde schon bald Mitglied der Savage Skulls die sie als Botenmädchen, Taschendiebin und „Schmieresteherin“ einsetzten. Als sie 16 Jahre alt war lernte sie Maxwell Gomez kennen. Einen kleiner Dealer, Zuhälter und Ganove der es in den Bronx zu einer gewissen lokalen Größe gebracht hatte. Er erkannte sofort, dass Marias großes Kapital in ihrer Attraktivität lag. Er erklärte sich zu ihrem Manager und versprach aus ihr einen Star zu machen. Maria ließ sich von seinem scheinbaren Reichtum blenden und hatte schon bald Auftritte in Nachtclubs die immer freizügiger wurden. Irgendwann als Maria 17 Jahre alt war zwang Gomez sie zur Prostitution. Als sie sich weigerte ließ er sie vergewaltigen. Sie arbeitet noch drei Jahre für Maxwell, der es tatsächlich schaffte, sich ein vergleichsweise kleines, aber doch sehr profitables Syndikat im Schatten der Konzernpaläste aufzubauen.

Während dieser Zeit, 2068, wurde Maria Opfer der New-Humanis-Unruhen, bei denen Policlubmitglieder aus allen Teilen der UCAS versuchten die Außenbezirke von New York von sämtlichen Metamenschen zu säubern. Maria wurde zusammen mit ihrer Mutter gefangen und gefoltert. Sie musste ansehen wie ihre Mutter vor ihren Augen bei lebendigem Leibe verbrannt wurde. Obwohl Maria in letzter Sekunde von einem Lone Star-Kommando gerettet und schwer verletzt in eine Krankenhaus gebracht werden konnte, lösen größere Feuer und der Geruch von verbannten Fleisch noch immer gelegentlich Flashbacks bei ihr aus.

Ein weiteres Jahr ließ das traumatisierte Mädchen das Geschäft der Prostitution über sich ergehen. Maxwell Gomez, in dessen Bordell sie zu einer Art „Star des Abends“ geworden war, investierte sogar Geld in sie, indem er ihr spezielle, genetisch angepasste, Pheromondrüsen implantieren ließ. Er hatte so vor, auch Kunden aus den Konzernenklaven gewinnen zu können. Maria arbeite nun nicht mehr auf der Straße sondern wurde als Callgirl vermittelt.

Doch je besser die Kunden zahlten umso ausgefallener und kranker wurden ihre Wünsche. Eines Tages gelang es Maria während Maxwell einen seiner Deals abwickelte ihre SIN-Card und einen Credstick über zehntausend Nuyen an sich zu bringen. Halsüberkopf verließ die junge Elfe New York floh soweit man innerhalb der UCAS fliehen kann, nach Seattle.

Ohne Ausbildung und mit einer kleinen Summe Bargeld kam sie zuerst so über die Runden, doch schon bald schloss sie sich wieder einer Gang, den Chulos an. Da sie ethnisch eine Latina ist fiel es Maria bei ihrem Aussehen nicht schwer Kontakte zu knüpfen und unter den Schutz dieser Gang zu schlüpfen.

Doch das allein bescherte ihr kein sorgenfreies Leben. Mitten im Gangturf fand sie eine günstige Einzimmerwohnung in einem Mietsilo in Puyallup. Das Meiste was sie für die Miete braucht kann sie durch Unterhändlerjobs für die Chulos zusammen bringen. Maria ist eng mit Stiletto befreundet, der Freundin des Anführers, Rubio. Die beiden führen die Gang gemeinsam, während Rubio eher die Außenpolitik macht kümmert sich Stiletto eher um die Anwohner des Viertels. Sie organisiert Maria gelegentlich kleine Jobs um jemanden auszuhorchen, Informationen zu beschaffen, jemanden an eine Gefallen zu erinnern oder auch mal um Dinge bei ihr zu deponieren.

Doch insgesamt reichen die Jobs von Stiletto nicht aus um sich irgendwann erneut absetzen zu können. Das brachte sie auf die Idee, alles auf eine Karte zu setzen und selbst in die Schatten zu gehen…

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen